Rezension: "The Raven Boys" von Maggie Stiefvater



Verlag: Scholastic Ltd. (19. September 2012)
Sprache: englisch
ISBN: 978-1407134611
Deutscher Titel: Wen der Rabe ruft (Script5)
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 419
Meine Bewertung: ❀❀❀❀❀



Every year, Blue Sargent stands next to her clairvoyant mother as the soon-to-be dead walk past. Blue never sees them--until this year, when a boy emerges from the dark and speaks to her. His name is Gansey, a rich student at Aglionby, the local private school. Blue has a policy of staying away from Aglionby boys. Known as Raven Boys, they can only mean trouble. But Blue is drawn to Gansey, in a way she can't entirely explain. He is on a quest that has encompassed three other Raven Boys: Adam, the scholarship student who resents the privilege around him; Ronan, the fierce soul whose emotions range from anger to despair; and Noah, the taciturn watcher who notices many things but says very little. For as long as she can remember, Blue has been warned that she will cause her true love to die. She doesn't believe in true love, and never thought this would be a problem. But as her life becomes caught up in the strange and sinister world of the Raven Boys, she's not so sure anymore. (Quelle: Amazon)


Blue Sargent had forgotten how many times she'd been told that she would kill her true love.


Ziemlich schlicht gehalten, aber wunderschön.


Oh. Mein. Gott. Wo soll ich anfangen?! Ich habe dieses Buch geliebt, wirklich. Und das mehr oder weniger zunächst wider Erwarten. Ich hatte die ersten 100 Seiten vor ein paar Monaten schon mal angefangen, aber das Buch dann wieder zur Seite gelegt, weil es zwar okay war, mich aber nicht packen konnte. Und vor zwei, drei Tagen habe ich es doch wieder zur Hand genommen. Und es verschlungen. Diese Geschichte ist einfach der Wahnsinn und hat mich in ihren Bann gezogen. Trotz der relativ vielen Seiten, gab es nie nur eine Stelle, die sich in die Länge gezogen hat. Teilweise war es wirklich spannend und ich war selbst aufgeregt, was als nächstes passieren wird - was ich sehr selten so extrem bei Büchern habe. Außerdem gab es die ein oder andere Szene, in der in die Zukunft der Geschichte geschaut wurde, und das hat mich echt fertig gemacht. Ich hab noch drei Bände vor mir, aber bin jetzt schon traurig, weil man von Anfang an weiß, was im letzten Band unaufhaltsam geschehen wird. Der Schreibstil von Maggie Stiefvater hat mich auch total überzeugt. Sie hat eine schöne und originelle Art, Dinge bildlich zu beschreiben. Oh und das Ende! Oh mein Gott. Ich muss wissen, wie die Reihe weitergeht. Und muss zugeben, dass ich mir die anderen Teile jetzt alle schon bestellt habe. Ich hoffe, sie kommen schnell an!!


Der einzige Punkt, den ich auszusetzen habe, ist der Fakt, dass so gut wie jeder Charakter eine dramatische Hintergrundgeschichte hat. Ich meine, so gesehen hat jeder Mensch immer etwas, das er mit sich herumschleppt - aber meistens find ich das in Büchern ein bisschen doof. Aber nicht mal das hat mich zu sehr gestört und was mir positiv aufgefallen ist, ist dass mit diesen Problemen wenigstens umgegangen wird. In vielen Büchern hat man diese dramatische Hintergrundgeschichte, einfach, um Mitleid für dem Charakter aufzubauen, aber niemand setzt sich wirklich damit auseinander. Hier wird mit den Dingen wenigstens umgegangen, sie angesprochen, und es werden - sinnvolle - Lösungen gefunden.
Zu den Charakteren allgemein muss ich sagen, dass sie sehr glaubwürdig sind. Jede der Personen hat etwas, das ihn oder sie ausmacht. Sie haben Fehler, aber auch ihre guten Seiten kommen nie zu knapp. Selbst Leute wie Ronan, mit seiner mürrischen Art, wachsen einem ans Herz. (Habe ich schon mal erwähnt, dass ich dieses Buch liebe?)


Ein wundervolles Buch, das ich auch Leuten empfehlen kann, die kein so großer Fantasy-Fan sind!




Buchverfilmung: "Me and Earl and the Dying Girl"



Basiert auf: "Me and Earl and the Dying Girl" (Jesse Andrews)
Regisseur: Alfonso Gomez-Rejon
Drehbuch: Jesse Andrews
Hauptrollen: Thomas Mann, RJ Cyler, Olivia Cooke
Deutscher Titel: "Ich und Earl und das sterbende Mädchen"
Dauer: 101 Minuten
Amazon


Neulich habe ich mir Me and Earl and the Dying Girl auf DVD geholt. Da ich das Buch ganz gern mochte (Hier geht es zur Rezension), war ich echt gespannt darauf, wie es verfilmt wurde.


Kurzzusammenfassung:

Dieser originelle Film erobert durch seine einmalig lustige und bewegende Geschichte das Herz seiner Zuschauer und zeigt, dass wahre Freundschaft keine Grenzen kennt. Greg Gaines (Thomas Mann), ein etwas ungewöhnlicher Teenager der mittelmäßige aber urkomische Filmparodien mit seinem "Kollegen" Earl (RJ Cyler) dreht, hat sich vorgenommen seine restliche Schulzeit möglichst unbehelligt und ohne größere Widerstände hinter sich zu bringen. Doch als seine Mutter (Connie Britton) ihn dazu verdonnert, Zeit mit Rachel (Olivia Cooke) - einer an Krebs erkrankten Mitschülerin - zu verbringen, beginnt für Greg seine bisher anspruchsvollste Aufgabe: Greg muss über seinen Schatten springen und lernen, sich seinen Mitmenschen zu öffnen. (Quelle: Amazon)



Ich glaube, ich bin nicht fähig, meine Liebe für diesen Film in Worte zu fassen. Während ich das Buch ganz in Ordnung fand, fand ich die Verfilmung fantastisch. Ich kann mir vorstellen, dass Leute, die den Roman nicht gelesen haben, teilweise ein wenig "abgeschreckt" sein könnten, oder einige Stellen nicht wirklich verstehen, denn der Film hat sehr viele verrückte Szenen, die wirklich einfach keinen Sinn machen.


Die Charaktere sind super witzig und haben alle ihre Eigenarten und Macken aus dem Buch beihalten. Allgemein muss ich sagen, dass sehr viel aus dem Roman übernommen wurde.



Ich muss sagen, dass ich mich mit Filmen nicht auskenne, und keine Ahnung habe, was ein "guter" und was ein "schlechter" Film ist; welche Szenen qualitativ hochwertig sind, und welche nicht. Aber für mein Laien-Auge war die Kameraführung on point. Es gab so wunderschöne kinematografische Szenen, wundervoll eingefangene Bilder. Und dabei geht es in diesem Film nicht darum, "schön" zu sein. Me and Earl and the Dying Girl ist ein großer - aber guter - Haufen Trash.



Am liebsten mochte ich die "Beziehung" zwischen Greg und Rachel. Ich finde, im Buch kam die nie so richtig rüber. Im Film war das ganz anders. Obwohl alles auf einer absolut platonischen Ebene bleibt, merkt man, wie viel sie einander bedeuten. Und das macht den Schluss des Filmes tausendmal schöner.


Wie oben schon erwähnt, wurden viele Dinge aus dem Buch beibehalten. Nur das Ende war anders - hat mir aber auch viel besser gefallen. Während mich der Roman schulterzuckend zurückgelassen hat, musste ich beim Film tatsächlich weinen.



Fazit:

Man muss diese Art von Film mögen und ich bin mir sicher, dass er vielen nicht gefallen könnte. Ich empfehle ihn dennoch jedem. Ich würde zwar nicht so weit gehen und sagen, dass Me and Earl and the Dying Girl einer meiner Lieblingsfilme geworden ist, aber er ist dennoch einer von denen, die ich mir in Zukunft noch oft ansehen werde.